CDU-Geburtstagsfeier mit Salonsänger

40 Jahre Gemeindeverband in Ottersberg / Generalsekretär Thiele zollt "Respekt und Dank"

Achimer Kurier 26.04.2010 von Uwe Dammann

Ottersberg. Als vor 15 Jahren der damalige Oppositionsführer Christian Wulff nach seiner Rede zum 25-jährigen Bestehen der CDU in Ottersberg aus dem Fenster des Limnologischen Instituts schaute, war er nicht nur von der Landschaft begeistert, sondern entdeckte auch noch zwei Rehe in den Wümmewiesen. Diesmal waren es beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen des CDU-Verbandes gleich vier Rehe, die hier in der Abendsonne ästen – was der Landtagsabgeordnete Wilhelm Hogrefe als gutes Zeichen dafür wertete, dass die CDU weiter im Aufwind ist.
Der Landtagsabgeordnete und langjährige CDU-Kreisvorsitzende bekannte eine besondere Affinität zu Ottersberg und insbesondere zu Fischerhude und den  Wümmewiesen. Er war mit seinem launigen Grußwort nur einer von zahlreichen Rednern, die am Freitag Abend in den Räumen des Limnologischen Institutes den runden Geburtstag des Ottersberger CDU-Verbandes feierten. Zu den Gratulanten in der ersten Reihe gehörten der Generalsekretär der Niedersächsischen CDU, Ulf Thiele, die Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt und Reinhard Grindel, der Landtagsabgeordnete Axel Miesner, der Kreisvorsitzende Adrian Mohr, Vertreter des CDU-Stadtverbandes Achim, der örtlichen Wirtschaft, der Banken oder die Ottersberger Gymnasialdirektorin Gabriele Diedrich, um nur einige zu nennen. Und natürlich gratulierte auch der Ottersberger Bürgermeister Horst Hofmann, der sprichwörtlich an diesem Abend "zwei Hüte" aufhatte. Einen als Bürgermeister und einen als CDU-Mitglied. Als Bürgermeister setzte Hofmann am Rednerpult einen schicken Ausgehhut auf dem Kopf und übergab dem CDU-Gemeinderverbandsvorsitzenden Reiner Sterna eine Ehrenurkunde des Flecken Ottersberg als Anerkennung für 40 Jahre ehrenamtliche politische Arbeit für die Kommune. Anschließend gratulierte Hofmann mit orangefarbener Cap, die die Christdemokraten im Wahlkampf einsetzen, seiner Partei zum 40.
So ähnlich ging es an diesem Abend weiter. Der Gemeindeverbandsvorsitzende Reiner Sterna sorgte mit seiner Moderation dafür, dass die Geburtstagsfeier nicht ganz so "bierernst" und politisch über die Bühne ging. Dazu gehörte auch der Auftritt des Salonsängers Tobias Bertzbachs und Pianistin Meike Bölts, die zwischendurch immer wieder Schlager der Zwanziger Jahre boten. Während im Hintergrund Sektkorken knallten und die Gäste von den Leckereien naschten, die die "Young Cooks" der Wümmeschule servierten, sang Bertzbach den Klassiker "Nehm’ se ‘nen Alten" und widmete den Schlager dem Ottersberger CDU-Gemeindeverbandsgründer Heinz-Ludwig Rebentisch. Der hatte genau vor 40 Jahren gemeinsam mit seiner Frau Irma und Wilfried Frese den Verband aus der Taufe gehoben. Auf der Bühne stehend, plauderte der 80 Jahre alte Rebentisch frei und ohne Manuskript über die Gründungsjahre der Ottersberger CDU und deren politische Voraussetzungen – in einer Zeit , wo auf Bundesebene die sozialliberale Regierung "mehr Demokratie" wagen wollte. 1972 bei der erfolgreichen "Willy-Wahl" des Altkanzlers Willy Brandt, stellte die Ottersberger CDU – völlig gegen den Trend – die stärkste Fraktion im Rat. Rebentisch ließ es sich auch nicht nehmen, der aktuellen Landespolitik seiner Partei eine kritische Spitze zukommen zu lassen und bedauerte es, dass man mit Heiner Ehlen und Mechthild Ross-Luttmann zwei Minister "abserviert hatte", die den Ottersbergern besonders nahe standen.
Das nahm wiederum der Ehrengast, CDU-Generalsekretär Ulf Thiele, auf, der allerdings den Wechsel in Hannover pries und die vier neuen Landesminister in höchsten Tönen lobte. Thiele zollte dem Ottersberger CDU-Gemeindeverband "Respekt und Dank" für die erfolgreiche Arbeit und die "große politische Leistung". 

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