CDU-Kreistagsfraktion erörtert Achim-West

Achim. Im Jahre 2015 gab es die ersten Planungen für eine Autobahnabfahrt Achim-West. Seitdem ist viel Wasser die Weser in Richtung Bremen herunter gelaufen. Viele Planungen und Fachgespräche fanden zwischen der Stadt Achim statt und auch die CDU-Kreistagsfraktion befasste sich schon lange mit dem Thema. Nun haben die Christdemokraten aus dem Verdener Kreistag sich erneut selber ein Bild vor Ort gemacht. Als fachkundiger erster Stadtrat informierte Bernd Kettenburg die Entscheidungsträger über den aktuellen Stand der Planungen direkt auf den Grünflächen zwischen der A1 und der A27. „Hier handelt es sich um ein Jahrhundertprojekt," sagte Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe, weshalb eine sorgfältige Planung nötig sei. „Möglichst ein breiter Konsens – auch mit den direkt Betroffenen in Bierden und Uphusen  – muss erreicht werden" so Hogrefe.

Im Anschluss erörterten die Kommunalpolitiker die zentralen Fragen der Finanzierung, insbesondere im Bezug auf die Kooperation mit dem Nachbarbundesland Bremen. „Eine klare Analyse der Sachlage ist erforderlich, um über weitere Maßnahmen auf der Kreisebene zu entscheiden“, so Hogrefe weiter. Mit Verlegung einer Bahnunterführung und einer neuen Autobahnbrücke über die A1 in Richtung Mahndorf, sowie den neuen Gewerbeflächen sind immerhin Investitionen in der Höhe von 140 Millionen Euro für das zukunftsweisende Projekt geplant. Auch die großzügigen Ausgleichsmaßnahmen im Badenermoor sind dabei schon berücksichtigt und finden sich beispielsweise im überproportional großem Grünstreifen um die Splittersiedlung Soorenkamp herum wieder.

 

Trotz umfangreicher Förderung durch das Land Niedersachsen gibt es derzeit eine Finanzierungslücke von über 20 Mio. € für das Gesamtprojekt. Die soll nun möglichst in den nächsten Monaten durch eine konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten geschlossen werden. Insbesondere geht es um eine Vertiefung des Dialogs mit den Verantwortlichen in der Hansestadt Bremen. „Da sollte möglichst unser Landrat mit am Tisch sitzen, wenn mit den zuständigen Senatoren verhandelt wird", schlägt MdB Andreas Mattfeldt vor. Es gelte mit dem äußerst begehrten Gewerbestandort die Wettbewerbsfähigkeit des Landkreises Verden sowie die der gesamten Region weiter auszubauen. Zudem könnten die Bremer ihre Verkehrsprobleme in Mahndorf durch eine Realisierung von „Achim-West" deutlich verbessern, um ihre Betriebe von einer weiteren Abwanderung ins Umland abzuhalten. „Von daher wäre Bremen gut beraten, einen angemessen höheren Finanzierungsbeitrag für das Gesamtprojekt zu leisten", so Wilhelm Hogrefe. Denn, insgesamt sei mit einer zusätzlichen fiskalischen Wertschöpfung von fast 70 Mio. € für Bremen durch „Achim-West" in den nächsten zwei Jahrzehnten zu rechnen.

 

Nach den sehr vielen Informationen über die Finanzierungsquellen und etwaige Lösungsansätze wird die CDU-Fraktion in Kooperation mit den Achimer Parteifreunden sich nun positionieren, um eine gute Lösung für Achim und den Landkreis zu finden. Das betonte auch die Bierdenerin Annameta Rippich in ihrem Plädoyer für die Einbindung der lokal betroffenen Anrainer.

 

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