CDU will öffentliche Anhörung zu RWE Dea

Hogrefe: Behörden vor Ort brauchen mehr Kompetenzen

Landkreis. Die CDU-Kreistagsfraktion hat eine öffentliche Anhörung zu den aktuellen Vorhaben der Erdgasförderung im Kreisgebiet beantragt. Dazu Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe: „Zur Untermauerung der beantragten Resolution des Kreistages in dieser Sache sind Fakten erforderlich, die bei den Verantwortlichen nachhaltig Eindruck machen“.

In dem offiziellen Antrag der Fraktion, der jetzt dem Landrat zugegangen ist, schlägt die CDU vor, im Rahmen der bereits für den 19. Januar terminierten Sitzung des Kreistagsausschusses ein Wasser-, Energie- und Abfallwirtschaft ein solches „Hearing“ möglichst in der Gemeinde Langwedel durchzuführen. Alle am Thema interessierten Bürgerinnen und Bürger könnten sich dann selbst ein Bild von den Fakten machen. Dabei soll es um die so genannten „unkonventionellen“ Gasfördermethoden wie das „Fracking“ und das Verpressen von Lagerwasser gehen.Die CDU schlägt vor, dazu hochrangige Experten einzuladen, die aufgrund langjähriger wissenschaftlicher Erkenntnisse  fundiert Stellung zur Gesamtproblematik nehmen können.

„Wir haben die Kreisverwaltung gebeten, mit dem Leiter des Instituts für Erdöl- und Erdgastechnik an der Technischen Universität Clausthal Prof. Dr. Kurt Reinicke Kontakt aufzunehmen“, berichtet Hogrefe. Prof. Reinicke sei ein international anerkannter und unabhängiger Fachmann. Außerdem sei die Genehmigungsbehörde für die Gasförderung im Kreisgebiet, das Landesamt für Bergebau und Energie gefordert, ihre Entscheidungen transparent zu machen. „Auch ein hochrangiger Vertreter des Umweltministeriums sollte auf dem Podium sitzen sowie eine sachkundige Persönlichkeit, die von der Bürgerinitiative benannt werde“. Selbstverständlich müsse auch der RWE Dea die Möglichkeit gegeben werden, ihre Aktivitäten darzustellen und zu erläutern.

In ihrem Antrag verweist die CDU-Fraktion zudem darauf, dass es bereits mehrere Kreistagsinitiativen zu dem Themenkomplex gibt. „Wir haben schon im März dieses Jahrs mit einer schriftlichen Kreistagsanfrage  auf mögliche Probleme mit der unkonventionellen Gasförderung hingewiesen“, erklärte Hogrefe. Die Fraktion unterstütze zudem die Kreisverwaltung in ihrem Bestreben, mehr Kompetenzen für die Wasserbehörde vor Ort zu erlangen. „Der Brief von Landrat Bohlmann in dieser Sache an das Umweltministerium ist richtig“.

Einen Kommentar schreiben