Entwicklungskonzept "Pferdepark Landkreis Verden"
Großes Potential für Tierzuchtstandort Verden
CDU für Entwicklungskonzept „Pferdepark Landkreis Verden“
Der „Masterplan Tierzucht“ muß zügig umgesetzt werden. Dies fordert die CDU-Kreistagsfraktion nach einem Besuch beim Verband Hannoverscher Warmblutzüchter. Dazu Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe: „Um den stärker werdenden internationalen Wettbewerb zu bestehen, sollten insbesondere Stadt und Landkreis Verden die Standortbedingungen für die Tierzucht- und Pferdesportverbände weiter optimieren“.
Im Bereich der Pferde- und Rinderzucht, der Forschung und Vermarktung sowie im Pferdesport gibt es für die Region Verden noch erhebliche Entwicklungspotentiale. Im Rahmen der Neuaufstellung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) des Landkreises soll daher ein Entwicklungskonzept unter dem Arbeitstitel „Pferdepark Landkreis Verden“ erarbeitet werden. Dazu hat es auf Anregung der CDU-Kreistagsfraktion bereits ein vorbereitendes Gespräch zwischen Landrat Peter Bohlmann und dem GLL als Landesbehörde gegeben.
Beim Besuch der Kreistagsfraktion beim Hannoveraner Verband hatte dessen Geschäftsführer Dr. Werner Schade einen Überblick über die jüngste Entwicklung des weltweit größten Warmblutzuchtverbandes gegeben: Hannoveraner Zuchtverbände gibt es inzwischen in den USA, Großbritannien, Australien und Neuseeland, Zuchtvereine in Frankreich, Dänemark, Kanada, Russland, Finnland und Italien. Bei der Weltrangliste im Dressursport rangieren die Hannoveraner auf Platz 1 und in Springsport auf Platz 4. Der Jahresumsatz des Verbandes mit Sitz in Verden beträgt 28 Mio. Euro. Über 100.000 Besucher kommen jedes Jahr nach Verden zu den Tierzucht- und Pferdesportveranstaltungen. „Dies bringt erhebliche Umsätze für die heimische Wirtschaft und sichert viele Arbeitsplätze“, so Dr. Schade.
Ein weiterer Besuchsschwerpunkt der Kreistagsabgeordneten war die Planung zur Erneuerung des gesamten Ansatzzentrums von „Masterrind“ und Hannoveraner-Verband. Die Niedersachsenhalle soll umgebaut und für das zunehmend internationale Publikum attraktiver werden.Die angrenzenden Ställe werden insgesamt neu konzipiert. Die Niedersachsenhallen GmbH, ein gemeinsames Unternehmen der beiden Tierzuchtverbände mit der Stadt und dem Landkreis Verden, will dafür insgesamt 9 Mio. Euro investieren. Davon kommen 1,5 Mio. aus Hannover sowie je 0,75 Mio. von der Stadt und dem Landkreis. „Diese Investition ist ein unabdingbarer Kernbestandteil des Masterplans Tierzucht“, so Wilhelm Hogrefe. Auch in anderen Tierzucht- und Pferdesportstandorten wie Celle, Luhmühlen und Vechta sowie im Münsterland werde erheblich investiert. Dies gelte erst recht weltweit.
Über den Beratungsstand in den städtischen Gremien informierten Jens Richter und Annelie Meyer-Coordes. Danach ist für den Gesamtkomplex des Ansatzzentrums und des Stadiums ein Nutzungskonzept geplant um auch die Interessen des Rennvereins, der Leichtathleten und der Fußballer einzubinden.
