Landkreis Verden: Zuschuss für Laien-Defis
Landkreis will Anschaffung mit insgesamt 20000 Euro fördern
Für die Anschaffung von Automatisierten Externen Defibrillatoren, sogenannten AED-Geräten, gibt es künftig einen Zuschuss vom Landkreis. Wie der Ausschuss für Brandschutz und Ordnungsangelegenheiten jetzt empfohlen hat, übernimmt der Kreis die Hälfte des Kaufpreises, höchstens jedoch 650 Euro. 20000 Euro stehen im Haushaltsentwurf 2012 dafür bereit. Das Geld reicht also für 30 Geräte. Die Verwaltung soll sich nun einen Verteilungsschlüssel überlegen. Gedacht sind die Geräte für die Notfall-Erstversorgung in abgelegenen Ortschaften. Zuschuss-Anträge stellen können Vereine, Verbände, kirchliche Träger, Unternehmen, Gemeinden und Feuerwehren. Angeschoben hat das AED-Thema der CDU-Kreistagsabgeordnete Günter Lühning. Sein damals 18-jähriger Sohn hatte im vorigen Jahr in Otersen einen Herzstillstand nur überlebt, weil DRK-Helfer mit einem AED-Gerät schnell bei ihm waren. Er habe die 30-minütige Wiederbelebung miterlebt und sei davon überzeugt, dass auch Laien einen AED erfolgreich einsetzen können. "Man kann in solchen Notfällen nur einen Fehler machen: Einen AED nicht einzusetzen", so Lühning.
Einige Laien-Defis gibt es bereits im Landkreis. So haben die Landfrauen in einem Geschäft in der Achimer Fußgängerzone ein Gerät installieren lassen. In Neddenaverbergen steht ein AED-Gerät in einem Rettungs-Rucksack im Landhotel bereit, in Oyten haben Rotary Club und Gemeinde insgesamt neun AEDs angeschafft. Ab Januar wird ein Defi-Gerät im Dorfladen Otersen zur Verfügung stehen – eine Privat-Spende von Günter Lühning. [Verdener Nachrichten vom 19. Dezember 2011]
