Dammann-Tamke über zukunftssichere Landwirtschaft

 Thedinghausen. Passend zum Thema des Abends präsentierte der CDU-Kreisverband ein schmackhaftes Spargelessen mit dem Edelgemüse vom regionalen Landwirtschaftsbetrieb der Familie Bremer aus Emtinghausen. Bei der Rede des agrarpolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Helmut Dammann-Tamke, im Restaurant „Romance“ am Erbhof in Thedinghausen ging es um die Zukunftsfähigkeit der niedersächsischen Landwirtschaft. 

In einen Schnelldurchlauf zeigte der CDU-Abgeordnete aus dem Kreis Stade viele Herausforderungen für die Landwirtschaft auf. Nach dem Fahrzeugbau sei die Ernährungswirtschaft der zweitwichtigste Wirtschaftszweig in Niedersachsen, weshalb dieser Bereich von der Landespolitik positiv begleitet werden müsse: „Niedersachsen ist Agrarland Nummer 1“, stellte der Buxtehuder klar. Einige Themen der Landwirtschaft seien emotional besetzt, eine faktenbasierte Sachdebatte falle häufig schwer. Es solle jedoch weiter der Dialog gesucht werden, um Interessen zusammenzuführen: „Widerstrebende Positionen sachlich abzuwägen und Probleme mit den Betroffenen zu lösen, das ist unser Auftrag“ so Dammann-Tamke. Im Interesse des Tierwohls gelte es auch bürokratische Hürden abzubauen: „Wenn eine Landwirtsfamilie einen Bauantrag zum Umbau des Schweinemaststalls im Sinne der Verbesserung des Tierwohls stellt, ist heute der Bestandsschutz für den Stall weg“. Dieses Risiko könne kein Unternehmer tragen.

Außerdem thematisierte er den Flächenfraß auch in Niedersachsen: „12 Hektar pro Tag, das heißt alle fünf Tage verschwindet die Fläche eines mittelständischen Betriebes in Niedersachsen. Die zur Verfügung stehende Fläche ist jedoch endlich“, gab er einen Denkanstoß für den Erhalt landwirtschaftlicher Nutzfläche. Weiter seien die Digitalisierung, der Artenschutz und der Gewässerschutz wichtige Zukunftsfragen der Landwirtschaft in Niedersachsen.

 


SPARGELESSEL IM FRÜHLING

ZU einem gemeinsamen Spargelessen lädt die Kreis-CDU alle Mitglieder und Interessierten herzlich ein. Am Donnerstag, den 23. Mai um 18:30 Uhr beginnt die Veranstaltung im Restaurant Romance am Schloss Erbhof in Thedinghausen. Für das Essen wir ein Kostenbeitrag von 19 Euro pro Person erhoben. Anmelden kann man sich noch bis Mittwochmittag unter 04231-3047 oder per Mail an CDU-kv-verden@t-online.de. Der diesjährige Gastredner ist der Agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Helmut Dammann-Tamke.


Europastand mit David McAllister am 21. Mai

Am Dienstag, 21. Mai wird die CDU in Verden die Europawahl noch einmal in den Mittelpunkt stellen. Um 12:30 Uhr wird der CDU-Spitzenkandidat David McAllister MdEP in der Fußgängerzone gemeinsam mit dem Bürgermeisterkandidaten Jens Richter bei einem Europastand für Gespräche bereitstehen. Bei Grillwurst und Getränken haben alle Bürgerinnen und Bürger außerdem die Möglichkeit mit der hiesigen Europakandidatin Isabel Gottschewsky aus Achim und dem CDU Kreisvorsitzenden Adrian Mohr zu diskutieren. Beginn ist bereits um 12 Uhr in der Großen Straße 70.

 

 


Richter: „Keine Erdgasförderung im Wasserschutzgebiet und Reduzierung der Trinkwasserförderung“
 
Verden-Scharnhorst. Ein striktes Verbot von Erdgasförderung im Wasserschutzgebiet und eine starke Reduzierung der Trinkwasserförderung im Wasserwerk Panzenberg sind die Hauptforderungen, die CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzender Jens Richter bei der Diskussionsveranstaltung in Scharnhorst zusammenfasste und unterstützte. Richter hatte unter dem Titel „Trinkwasserförderung und Gasgewinnung – wie viel dürfen wir Mensch und Natur zumuten?“ hochkarätige Teilnehmer aus der Landespolitik und Vertreter der Bürgerinitiativen eingeladen.
So schilderte Heinrich Helberg von der BI „Rettet das Halsetal“ den Prozess, wie in den letzten Jahrzehnten die Halse versiegte, was mit der Trinkwasserförderung im Wasserwerk Panzenberg im Zusammenhang stehe. Eine Fördermenge von 10 Millionen Kubikmetern sei ursprünglich genehmigt worden, die fast vollständig nach Bremen „exportiert“ werde. „Laut Gutachten soll der neue Förderantrag nicht genehmigungsfähig sein“, sagte Helberg. Die Genehmigung sei eigentlich schon zehn Jahre abgelaufen. „Dieser Zustand, dass seit zehn Jahren nur mit vorläufiger Genehmigung weiter so viel Trinkwasser gefördert wird und der Trinkwasserverband trotzdem einen langfristigen Vertrag mit Bremen abschließt ist vollkommen inakzeptabel“, so Richter. Der Absenkungstrichter von acht Metern und entsprechende Gebäudeschäden in Scharnhorst seien Anlass genug zum Handeln. „Die Bremer könnten auf genug Kapazitäten aus Bremerhaven oder Delmenhorst zurückgreifen“, sagte Richter. Das Mitglied im Umweltausschuss des Landtages Frank Oesterhelweg (CDU) unterstützte diese Forderung. „Die Menschen hier können nicht den Preis zahlen, weil sie in Bremen günstiges Wasser wollen“, sagte Oesterhelweg, der als Landwirt mit einem Betrieb Wasserschutzgebiet im Harzvorland sich bestens mit dem Wasserrecht auskennt. Sein Kollege aus dem Umweltausschuss Axel Miesner (CDU) pflichtete dem bei und forderte den Kommunalverbund zu mehr Engagement in dieser Frage auf.
Bezüglich der Erdgasförderung kritisierte … Busch von der BI „Walle gegen Gasbohren“ die neuen Anstrengungen der DEA für Bohrungen in der Nähe des Wasserschutzgebietes und die Überwachung der Erdgasindustrie durch das LBEG. „Ohne Druck von unten würde es die Umweltverträglichkeitsprüfung gar nicht geben und das Erdgas aus unserer Region brauchen wir in Deutschland gar nicht“, so Busch. „Wie hier gearbeitet wurde, da sträuben sich mir die Nackenhaare“, reagierte Oesterhelweg auf die Schilderungen von Busch über die bisherigen Havarien und die folgenden Reparaturen. „Ich würde mir das zu Hause auch nicht gefallen lassen, egal ob ich wirtschaftsfreundlich bin oder nicht. Es ist sicherlich fatal, dass sie sagen das LBEG sei nicht neutral. Das heißt, dass wir als Bürger nicht mehr an die Institutionen des Staates glauben“, sagte der Christdemokrat aus Südniedersachsen und bat an einen Gesprächstermin in der Behörde zu vermitteln. Eine Bundesratsinitiative zum Bergrecht hinsichtlich der Erdgasförderung kündigte Axel Miesner an, weil bei dem Bundesrecht dem Land Niedersachsen vielfach die Hände gebunden seien. „DEA hat hier verbrannte Erde hinterlassen“, wurde er deutlich.
Mit den über 40 Teilnehmern diskutierte das Podium noch viele Aspekte dieser Themen bis hin zum Klimaschutz und Jens Richter fasste abschließend die besagten Hauptforderungen im Konsens der Anwesenden zusammen.
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