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Verden. Der virtuelle Bundesparteitag wirft auch bei den Christdemokraten im Landkreis Verden seine Schatten voraus. Von den 1001 Stimmberechtigten, die den neuen Vorsitzenden der CDU wählen werden, kommen zwei aus dem Landkreis Verden. Die beiden Delegierten Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann werden ihr Votum in digitaler Form und per Briefwahlzettel am nächsten Samstag abgeben.

Deswegen diskutierten ihre Parteifreunde unlängst im Kreisvorstand in einer Videoschalte intensiv die Präferenz hinsichtlich der drei Kandidaten Merz, Röttgen und Laschet. In der Kreisvorstandssitzung wurde über das Stimmungsbild der Stadt- und Gemeindeverbände berichtet, wo sich klar Friedrich Merz und Norbert Röttgen als die beiden Favoriten abzeichneten. Einzelne Verbände, wie der Gemeindeverband Kirchlinteln, legten sich aber auch eher auf einen der beiden fest. Im Fall der Kirchlinteler Christdemokraten war dies Norbert Röttgen. Andere Verbandsvorsitzende wie zum Beispiel Langwedel oder Dörverden sahen in Friedrich Merz den besser geeigneten Bundesvorsitzenden.

Genau eine Woche vor der Wahl haben Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann nochmals ein Onlineformat mit allen drei Kandidaten verfolgt, um abschließend eine Abwägung hinsichtlich ihrer Wahl zu treffen. Ihr Stimmrecht üben sie laut Parteistatuten als sozusagen freies Mandat aus und können so letztlich selber entscheiden, wen sie wählen.

„Ich bin noch nicht endgültig entschieden“, berichtet Isabel Gottschewsky. „Norbert Röttgen strahlt für mich am ehesten die Jugend und Dynamik aus und wirkt zukunftsweisender. Friedrich Merz verkörpert hingegen mehr Wirtschaftskompetenz und zeigt kurzfristig die klareren Ziele auf.“

Karin Bergmann hat ihre abschließende Entscheidung auch noch nicht getroffen. „Alle drei Kandidaten haben sich in der letzten Runde im Konrad-Adenauer-Haus sehr gut präsentiert, sicherlich mit der einen oder anderen persönlichen Nuance. Bei der schwierigen Entscheidung müssen wir besonnen abwägen, welchem Kandidaten wir es am besten zutrauen, einerseits den Zusammenhalt in der Partei zu stärken und andererseits weiter die führende Partei in der Mitte der Gesellschaft zu sein. Der derzeitige Dax zeigt, dass die börsennotierten Industrieunternehmen gut aufgestellt sind. Die großen Herausforderungen liegen eher in der gesellschaftspolitischen Ebene.

„Mit Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann haben wir zwei Delegierte, die aufgrund ihrer guten Vernetzung die Stimmung in der Partei sehr gut einschätzen können. Der CDU-Kreisverband hat darüber hinaus seinen Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, ihren persönlichen Favoriten in der Geschäftsstelle zu nennen. „So bekommen die beiden Kreisvertreter ein noch breiter angelegtes Stimmungsbild“, so Kreisvorsitzender Adrian Mohr.

Wer sein Votum noch abgeben möchte, kann dies bis Donnerstag, den 14. Januar 2021 entweder per Mail unter cdu-kv-verden@t-online oder telefonisch unter 04231-3047 (08.00 bis 12.30 h) tun.

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Neddenaverbergen – Die Flächeninhaber und Hauseigentümer im Umfeld der Feuchtgebiete in der Gemeinde Kirchlinteln hatten ganz besondere Weihnachtspost im E-Mail-Briefkasten. Der Landvolkverband Verden-Rotenburg informierte seine Mitglieder über die Moorschutzstrategie aus dem Bundesumweltministerium. Schnell machten die Kernpunkte des über 60 Seiten starken Werks die Runde in den potenziell betroffenen Ortschaften, sodass auch viele Hausbesitzer im Einflussbereich von eventuell komplett wiederzuvernässenden Flächen mit Sorgenfalten den Jahreswechsel erlebten. Um sich von den Anliegen der Betroffenen vor Ort ein Bild zu machen, lud der Kreistagsfraktionsvorsitzende der CDU, Wilhelm Hogrefe, in die Neddener Wiesen in der Lehrdeniederung ein.

Hier der gesamte Artikel aus der Verdener Aller-Zeitzung vom 05.01.2021:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/kirchlinteln-ort60492/moorschutzstrategie-loest-unruhe-aus-90158553.html

 

 


 

 

 

 


Bestandsaufnahme des Kreisgebietes angekündigt

Landkreis. Die CDU-Kreistagsfraktion spricht sich für verstärkte Anstrengungen aller Straßenbaulastträger im Bereich des Unterhalts von Radwegen aus. „Der Landtag hat jetzt zusätzlich 20 Mio. € für ein Radwegesonderprogramm zur Verfügung gestellt“, berichtete der stellv. Fraktionsvorsitzende Adrian Mohr. „Wir wünschen, dass auch ein Teil dieses Geldes in unserer Region für notwendige Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen eingesetzt werden“.

Während der Fraktionssitzung berichteten die Abgeordneten Dirk Gieschen (Quelkhorn), Karin Bergmann) (Horstedt) und Mario Hoffmann (Einste) über marode Radwege an Landes-, Kreis- und Gemeindestraßen, die dringend grunderneuert werden sollten. „Da geht es um nahezu jede Gemeinde im Landkreis von Ottersberg und Thedinghausen bis nach Kirchlinteln“, fasste Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe das Ergebnis der Diskussion zusammen. Die Fraktion war sich darin einig, eine kreisweite Bestandsaufnahme vorzunehmen. Dazu Fraktionsgeschäftsführer Jens Richter: „Radwege mit Wurzelaufbrüchen und Verwerfungen verleiden das Radfahren und stellen auch Unfallquellen dar“.

Positiv bewertet wird von der CDU-Kreistagsfraktion, dass im Kreishaushaltsentwurf 2021 die Finanzierung von drei Radwegabschnitten ausgewiesen ist: 186.000 Euro für die Instandsetzung des Radweges von Wahnebergen nach Ahnebergen, 114.000 Euro für eine Instandsetzung des Radweges an der Kreisstraße Nr. 28 im Bereich von Uhlemühlen sowie 146.000 Euro für Instandsetzungsmaßnahmen am Radweg von Morsum nach Beppen. „Angebracht wäre zudem auch eine Erneuerung des Radweges von Kirchlinteln nach Deelsen“, wünscht sich Wilhelm Hogrefe für den Bereich seiner Heimatgemeinde.

Außerdem war die in einigen Kreisteilen zu geringe Breite von Kreisstraßen ein Thema. Dazu Wilhelm Hogrefe: „Bei Kreisstraßen mit nur 5,50 m Breite werden immer wieder die Seitenstreifen kaputtgefahren“. Hier sollten neu technische Lösungen zum Tragen kommen, um die Seitenränder dauerhaft zu befestigen. Auch dazu wird die CDU-Kreistagsfraktion eine Initiative starten.