„Kritische Situation der Branche“ – Unterstützungsbitte an Landespolitik

Verden. Der Obermeister der Friseurinnung Osterholz-Verden, Simon Papazoglu aus Achim, hat sich persönlich an den Landtagsabgeordneten Axel Miesner und an den Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion und CDU-Kreisvorsitzenden Adrian Mohr gewendet, um auf „die kritische Situation der Friseurbetriebe in unserer Region“ hinzuweisen. Die grundsätzlich zu begrüßende staatliche Unterstützung für die Betriebe fließe dabei zu schleppend. So werde der „Lockdown“ für viele Innungsbetriebe existenzgefährdend. Im Interesse des Handwerks regte Papazoglu im Telefonat mit den beiden Christdemokraten an, bei weiter rückläufigen Infektionszahlen eine Öffnung von Meisterbetrieben mit Hygienekonzepten zu ermöglichen.

Axel Miesner und Adrian Mohr nahmen die Kritik auf und sagten zu, die Hinweise der Friseurinnung Osterholz-Verden mit nach Hannover zu nehmen. Beide befürworten weiterhin angemessene Schutzmaßnahmen und Beschränkungen, um eine starke Ausbreitung des Coronavirus und eine folgende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Bei weiter rückläufiger Inzidenz und bei Impffortschritten sollten nach Ansicht von Mohr und Miesner die Friseure mit bei den ersten Lockerungsschritten dabei sein: „Geöffnete Friseursalons mit guten Hygienekonzepten sind besser und sicherer, als wenn sich zunehmend mehr Leute zu Hause von Nachbarn oder Bekannten ohne Hygieneregeln die Haare schneiden lassen. Und das Ergebnis sieht meist auch besser aus!“

Die beiden CDU-Vertreter sind für einen behutsamen Lockerungsweg, „der bestenfalls über Ländergrenzen hinweg weitgehend einheitlich erfolgen sollte“.


 

Sechs Delegierte aus dem Landkreis Verden beim Landesparteitag der CDU Niedersachsen

Delegierte Karin Mohr und Kreisvorsitzender Adrian Mohr beim digitalen Landesparteitag der CDU Niedersachsen

Der erste digitale Landesparteitag hat am Samstag, 06. Februar 2021 stattgefunden. Die CDU in Niedersachsen hat unter anderem einen neuen Landesvorstand gewählt. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann wurde erneut für zwei Jahre in seinem Amt als Landesvorsitzender bestätigt. Neu an seiner Seite im Vorstand ist der 40jährige Neustädter Sebastian Lechner, der die Niedersachsen- Union als Generalsekretär in die Kommunalwahl und die Landtagswahl führen wird.

Aus dem Kreisverband nahmen neben Adrian Mohr als Kreisvorsitzendem insgesamt sechs Delegierte aus dem Landkreis Verden teil. Reden des neuen Bundesvorsitzenden Armin Laschet und des Bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder klangen in die heimischen vier Wände wie auch die Vorstellungsreden der einzelnen Kandidaten für den Landesvorstand. Gewählt wurde per Handy in einem gesicherten Abstimmungstool.

Aus dem Landkreis Verden waren als Delegierte Nathalie Weiss (Langwedel), Bodo Becker (Oyten), Karin Mohr (Dörverden), Arne Jacobs (Kirchlinteln) und Rainer Sterna (Ottersberg) mit dabei.

 

 

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Verden. Der virtuelle Bundesparteitag wirft auch bei den Christdemokraten im Landkreis Verden seine Schatten voraus. Von den 1001 Stimmberechtigten, die den neuen Vorsitzenden der CDU wählen werden, kommen zwei aus dem Landkreis Verden. Die beiden Delegierten Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann werden ihr Votum in digitaler Form und per Briefwahlzettel am nächsten Samstag abgeben.

Deswegen diskutierten ihre Parteifreunde unlängst im Kreisvorstand in einer Videoschalte intensiv die Präferenz hinsichtlich der drei Kandidaten Merz, Röttgen und Laschet. In der Kreisvorstandssitzung wurde über das Stimmungsbild der Stadt- und Gemeindeverbände berichtet, wo sich klar Friedrich Merz und Norbert Röttgen als die beiden Favoriten abzeichneten. Einzelne Verbände, wie der Gemeindeverband Kirchlinteln, legten sich aber auch eher auf einen der beiden fest. Im Fall der Kirchlinteler Christdemokraten war dies Norbert Röttgen. Andere Verbandsvorsitzende wie zum Beispiel Langwedel oder Dörverden sahen in Friedrich Merz den besser geeigneten Bundesvorsitzenden.

Genau eine Woche vor der Wahl haben Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann nochmals ein Onlineformat mit allen drei Kandidaten verfolgt, um abschließend eine Abwägung hinsichtlich ihrer Wahl zu treffen. Ihr Stimmrecht üben sie laut Parteistatuten als sozusagen freies Mandat aus und können so letztlich selber entscheiden, wen sie wählen.

„Ich bin noch nicht endgültig entschieden“, berichtet Isabel Gottschewsky. „Norbert Röttgen strahlt für mich am ehesten die Jugend und Dynamik aus und wirkt zukunftsweisender. Friedrich Merz verkörpert hingegen mehr Wirtschaftskompetenz und zeigt kurzfristig die klareren Ziele auf.“

Karin Bergmann hat ihre abschließende Entscheidung auch noch nicht getroffen. „Alle drei Kandidaten haben sich in der letzten Runde im Konrad-Adenauer-Haus sehr gut präsentiert, sicherlich mit der einen oder anderen persönlichen Nuance. Bei der schwierigen Entscheidung müssen wir besonnen abwägen, welchem Kandidaten wir es am besten zutrauen, einerseits den Zusammenhalt in der Partei zu stärken und andererseits weiter die führende Partei in der Mitte der Gesellschaft zu sein. Der derzeitige Dax zeigt, dass die börsennotierten Industrieunternehmen gut aufgestellt sind. Die großen Herausforderungen liegen eher in der gesellschaftspolitischen Ebene.

„Mit Isabel Gottschewsky und Karin Bergmann haben wir zwei Delegierte, die aufgrund ihrer guten Vernetzung die Stimmung in der Partei sehr gut einschätzen können. Der CDU-Kreisverband hat darüber hinaus seinen Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, ihren persönlichen Favoriten in der Geschäftsstelle zu nennen. „So bekommen die beiden Kreisvertreter ein noch breiter angelegtes Stimmungsbild“, so Kreisvorsitzender Adrian Mohr.

Wer sein Votum noch abgeben möchte, kann dies bis Donnerstag, den 14. Januar 2021 entweder per Mail unter cdu-kv-verden@t-online oder telefonisch unter 04231-3047 (08.00 bis 12.30 h) tun.

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Neddenaverbergen – Die Flächeninhaber und Hauseigentümer im Umfeld der Feuchtgebiete in der Gemeinde Kirchlinteln hatten ganz besondere Weihnachtspost im E-Mail-Briefkasten. Der Landvolkverband Verden-Rotenburg informierte seine Mitglieder über die Moorschutzstrategie aus dem Bundesumweltministerium. Schnell machten die Kernpunkte des über 60 Seiten starken Werks die Runde in den potenziell betroffenen Ortschaften, sodass auch viele Hausbesitzer im Einflussbereich von eventuell komplett wiederzuvernässenden Flächen mit Sorgenfalten den Jahreswechsel erlebten. Um sich von den Anliegen der Betroffenen vor Ort ein Bild zu machen, lud der Kreistagsfraktionsvorsitzende der CDU, Wilhelm Hogrefe, in die Neddener Wiesen in der Lehrdeniederung ein.

Hier der gesamte Artikel aus der Verdener Aller-Zeitzung vom 05.01.2021:

https://www.kreiszeitung.de/lokales/verden/kirchlinteln-ort60492/moorschutzstrategie-loest-unruhe-aus-90158553.html