Eine direkte Straßenbahnanbindung von Thedinghausen über Riede und Weyhe nach Bremen – Mit dieser Idee befassen sich derzeit die CDU-Kreistagsfraktion und die CDU der Samtgemeinde Thedinghausen. Dazu startet jetzt eine Online-Umfrage zur Bürgerbeteiligung.

In diesen Tagen beginnen die Bauarbeiten zum Anschluss von Weyhe/Leeste ans Bremer Straßenbahnnetz. Ab 2024 sollen die ersten Züge rollen. „Das ist für uns Anlass zu überlegen, ob mittelfristig eine Verlängerung bis nach Thedinghausen sinnvoll ist," meinen die Thedinghauser CDU-Kreistagsabgeordnete Karin Bergmann und ihr Kollege Joachim Otten aus Riede. Bürgermeister Thomas Metz sieht auch im Hinblick auf eine Anbindung nach Weyhe eine interessante Perspektive.

Wilhelm Hogrefe, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion sieht hier eine Parallele zu Lilienthal. Dort erfolgte der Anschluss an das Straßenbahnnetz bereits vor einigen Jahren. „Hier im Bereich der Gemeinde Thedinghausen wäre das technisch ungleich einfacher, denn eine Bahnverbindung ist ja bereits vorhanden". Seit Mitte der 50er Jahre gibt es den Personennahverkehr auf der Schiene zwischen Bremen und Thedinghausen nicht mehr. Die Gleisanlagen wurden jedoch in den letzten Jahren umfangreich saniert und werden derzeit für den Güterverkehr genutzt. „Was liegt näher, als eine bequeme Anbindung per Schiene zu reaktivieren?“ meint Ralph Landwehr, Mitglied im Samtgemeinderat, „zumal wir als Samtgemeinde über die BTE bereits Miteigentümer der Gleise sind“.

„Der nächste Schritt wäre die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie", so Karin Bergmann. Bevor diese in Auftrag gegeben wird, startet die CDU eine Umfrage in der Samtgemeinde, um die Bedarfe festzustellen. Unter www.umfrageonline.com/s/linie8 ist die Umfrage aufzurufen. Der Link findet sich auch unter www.cdu-thedinghausen.de. „Wir hoffen auf rege Bürgerbeteiligung, um dem Vorhaben mehr Nachdruck zu verleihen“ fordert Wilhelm Hogrefe die Einwohner der Samtgemeinde auf.

 

 


Hogrefe: 7 Mio. Euro Förderung für Kitas absichern

Landkreis. Pandemiebedingt arbeitet die CDU-Kreistagsfraktion jetzt Online. Inhaltlich ging es in der ersten Videokonferenz um den Haushaltsentwurf des Landkreises für 2021.„Wesentliche Schwerpunkte aus unserer Sicht werden der Bildungs-, Verkehrs- Umwelt- und Feuerwehrbereich sein“, berichtet Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe.

Grundsätzlich sei der Haushaltsentwurf der Kreisverwaltung für 2021 solide aufgestellt. „Da die Kreisumlage als eine Haupteinnahmequelle überwiegend aus der Vor-Corona-Zeit resultiert, wird der Landkreis im nächsten Jahr noch alle Ausgaben aus den eigenen Einnahmen decken können“, erläuterte Hogrefe zu Beginn der Konferenz. Allerdings sei klar, dass die derzeitigen Einnahmeeinbrüche bei den Städten und Gemeinden in 2022 auf den Landkreis durchschlagen würden. „Deshalb gilt es, sparsam zu wirtschaften“. Denn, die CDU wolle, dass der Landkreis auch in Krisenzeiten die Gemeinden mit jährlich 7 Mio. Euro im Kita-Bereich unterstützen könne und Umlageerhöhungen nicht nötig seien.

CDU-Finanzsprecher Bodo Becker erläuterte, dass für 2021 sogar ein weiterer Abbau der Kreisschulden von gut 3 Mio. € aus den lfd. Einnahmen möglich sei. „Vielleicht müssen wir die Darlehenstilgung aber 2022 einmal aussetzen“, so Becker. Der dann zum Investitions-haushalt überleitete. Hieraus sollen im nächsten Jahr 3,3 Mio. Euro im Bereich der Gymnasien und der Berufsbildenden Schulen investiert werden. Dazu die Schulausschuss-vorsitzende Karin Bergmann: „Wir begrüßen sehr, dass im Kreishaushalt der Erweiterungs-bau beim Domgymnasium abgesichert ist und mittelfristig der benötigte Betrag von 4,4 Mio. Euro bereitgestellt werden soll“.

Im Bereich der Abfallwirtschaft sollen in den nächsten Jahren gut 5 Mio. Euro investiert werden. „Es geht um den Umbau der Müllumladestation in Langwedel sowie um kunden-freundliche Ertüchtigungsmaßnahmen bei den Abfallhöfen“, trug Ausschussvorsitzender Carsten Puvogel vor. Aus dem Planungsausschuss berichtete Joachim Otten, dass für die geplante Radwegbrücke in Intschede über die Weser weitere Kreismittel von 320.000 € in den Haushaltsentwurf eingesetzt werden. Für den Radwegebau und die Sanierung von Kreisstraßen sind in 2021 zudem gut 1,9 Mio. Euro vorgesehen. „Es ist sehr erfreulich, dass damit auch Planungs- und Grunderwerbsmittel für den Radweg von Bendingbostel nach Brunsbrock zur Verfügung stehen“, freute sich Günter Lühning.Ein weiterer, sehr bedeutender Investitionsbereich der nächsten Jahre wird der Feuer- und Katastrophenschutzbereich sein. Dazu Ausschussvorsitzender Jens Richter: „Annähernd 9 Mio. € werden erforderlich sein, um in Verden eine Rettungswache neu zu bauen und die Feuertechnische Zentrale in Verden-Ost auf den  neuesten Stand der Technik zu bringen.“

Bis auf noch mögliche Änderungen im Detail beabsichtig die CDU-Fraktion dem Haushaltsentwurf zuzustimmen. „Die seit Jahren solide und positive Entwicklung des Landkreises Verden trägt deutlich unsere Handschrift“, so Fraktionsvorsitzender Wilhelm Hogrefe in seinem Resumee am Schluss der Videotagung.

 

 


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